Alles
begann in der Werkstatt
der Kulturen mit dem Wettbewerb “creole
- Weltmusik aus Berlin & Brandenburg 2006“.
"creole" ist ein Musikwettbewerb,
der den Künstlern die Möglichkeit bietet, ihr
musikalisches Können zu zeigen, sich kennen zu lernen
und Kontakte zu knüpfen.
Am
letzten Abend des Wettbewerbs trafen sich drei Musiker auf dem
Flur der Werkstatt der Kulturen: Alfred J.A.M.
Mehnert und Jorgos Psirakis, zwei Musiker vom Big Bazar Orchestra,
und Bernard Mayo, der die musikalischen Qualitäten von
beiden schon länger schätzte. Nach den Auftritten
der Bands trafen sie sich hinter der Bühne wieder. Bernard
nahm seine Gitarre und spielte Alfred J.A.M. Mehnert ein Stück
auf Lingala vor. Daraufhin nahm Alfred eine herumstehende Kiste
und fing an Bernard zu begleiten. Andere Musiker kamen hinzu
und fügten sich in die entstehende Improvisation ein. Es
kam zu einer wunderbaren, ausgelassenen
Session. Immer wieder wurden neue Melodien von Bernard vorgegeben
und alle stimmten ein, bzw. sangen den Refrain. So wurde gesungen
und gelacht bis zur Entscheidung der Jury.
Alle waren
wie elektrisiert: zauberhafte Momente, wie diese durfte man
nicht einfach so vergehen lassen! Daraus könnte sich doch
etwas entwickeln. Die Musiker gingen mit dem Versprechen auseinander,
dieses Experiment zu wiederholen. Die von diesem Wettbewerb
ausgehende Dynamik, führte dann direkt zu einer Zusammenarbeit.
Schon
zwei Wochen später kam es zu einer musikalischen Begegnung
zwischen Alfred J.A.M. Mehnert und Bernard Mayo, aus der das
Lied: "Mit Kind und Kegel" (Text
von J.A.M. Mehnert, Melodie von Bernard) hervorging. Der erste
Titel übrigens, den Bernard Mayo auf Deutsch singt.
Nach dieser
Produktion wollte Bernard Mayo wie im vergangenen Jahr ein Lied
für den Karneval der Kulturen, eine weitere Veranstaltung
der Werkstatt der Kulturen, komponieren. Die Idee war, ein Lied
zu schreiben, das so bunt ist wie der Karneval selbst.
So fanden die Musiker vom creole - Musikwettbewerb
und einige andere zusammen, denn creole bedeutet
ja auch „Mischung der Kulturen“.
So
entstand das Projekt "Cré-hola!"
welches mit dem Song "sous le soleil, sous la pluie"
den Musikwettbewerb des Karnevals der Kulturen 2007 gewann.
Musiker
aus verschiedenen Musik-Kulturen, wie Assassani Mulongoti
(DR Kongo/ Gitarre), PR Kantate (Deutschland/
Gesang), Ingrid Hammer (Österreich/ Gesang),
Alfred J.A.M. Mehnert (Deutschland/ Percussion),
Ricardo Moreno (Kuba/ Gesang,Congas), Bernard
Mayo (DR Kongo/ Gesang/ Gitarre), Eva Spagna
(Italien/ Gesang) und Colin Bass (England/
Bass) trafen sich, um dieses Lied zu spielen und zu singen.
Und jeder hat seine eigene Farbe in das Lied für den Karneval
der Kulturen "Sous le soleil, sous la pluie"
eingebracht.
Während
der Aufnahme hat sich gezeigt, dass dieses musikalische Treffen
auch eine große menschliche Dimension hat. "Cré-hola!"
heißt: alle Musiker und Künstler sind willkommen,
die für Creolite offen sind.
Darum: "Cré-hola!"
Was
bedeutet "Cré-hola!"?
Cré steht für „Créole“
Hola! (auf Spanisch) heißt „Hallo!“
auf Deutsch.
In
diesem Sinne: Cré-hola!
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